

Fast jeder Anruf beginnt mit derselben Frage: „Herr Klömmer, wie groß muss meine Anlage eigentlich sein?“ Und ich verstehe das. Im Internet finden Sie Dutzende Rechner, Faustformeln und Meinungen. Am Ende sind die meisten Hausbesitzer verwirrter als vorher.
Deshalb erkläre ich Ihnen hier ganz einfach, wie ich die richtige Anlagengröße ermittle. Sie werden sehen: Es ist logischer, als Sie denken.
Der Ausgangspunkt ist immer Ihr Stromverbrauch
Bevor ich überhaupt über kWp, Module oder Speicher rede, brauche ich eine einzige, entscheidende Zahl von Ihnen: Ihren aktuellen Jahresstromverbrauch.
Diese Zahl finden Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung. Sie ist die Basis für alles Weitere. Denn eine PV-Anlage soll ja nicht irgendeine Größe haben, sondern zu Ihrem echten Bedarf passen.
Aus dem Jahresverbrauch rechne ich Ihnen dann Ihren durchschnittlichen Tagesverbrauch aus. Und genau an diesem Punkt fallen bei den meisten Kunden die ersten Groschen. Plötzlich wird greifbar, wie viel Strom Sie wirklich brauchen und wie viel eine Anlage davon liefern kann.
Wichtige Frage: Was kommt in Zukunft noch dazu?
Ich plane nie nur für den Moment. Ihre Anlage soll auch in fünf oder zehn Jahren noch passen. Deshalb frage ich immer nach Ihren Plänen.
Konkret geht es um Verbraucher, die richtig Strom ziehen:
- Eine Wärmepumpe, die vielleicht die alte Ölheizung ersetzen soll
- Ein E-Auto mit Wallbox in der Garage
- Größere Umbauten oder ein Anbau
Wenn eine Wärmepumpe und ein E-Auto geplant sind, sieht die sinnvolle Anlagengröße völlig anders aus als bei einem Haushalt, der einfach nur seine Grundlast decken will. Diese Weitsicht spart Ihnen später viel Ärger und Geld.

Der häufigste Denkfehler aus dem Internet
Jetzt kommen wir zu dem Punkt, der mich am häufigsten begegnet. Viele Kunden haben sich vorab online informiert und kommen mit einer festen Vorstellung zu mir. Dabei schleicht sich fast immer derselbe Denkfehler ein.
Ganz oft höre ich: „Ich möchte einen 10 kWh Speicher, also brauche ich auch eine 10 kWp Anlage.“
Das ist schlichtweg falsch. Die Größe Ihres Speichers und die Größe Ihrer PV-Anlage haben nicht automatisch dieselbe Zahl. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Der Speicher richtet sich danach, wie viel Strom Sie abends und nachts verbrauchen. Die Anlage richtet sich danach, wie viel Strom Ihr Dach tagsüber produzieren kann und soll.
Genau deshalb ist die Beratung vor Ort so wichtig. Am Küchentisch kann ich Ihnen anhand Ihrer echten Zahlen zeigen, was Sie wirklich brauchen. Und das ist oft weniger, als die Angst vor der Fehlplanung Sie glauben lässt.
Übrigens: Einen Speicher können Sie in den ersten Jahren meist problemlos erweitern. Sie müssen also nicht am Anfang alles auf einmal kaufen. Wir starten mit einer sinnvollen Größe und bauen bei Bedarf aus.

Warum ein Speicher fast immer sinnvoll ist
Eine Frage taucht bei fast jeder Beratung auf: Lohnt sich ein Speicher überhaupt?
Meine klare Antwort: In den allermeisten Fällen ja. Und das lässt sich mit einer einfachen Zahl erklären.
Eine PV-Anlage ohne Speicher macht Sie maximal zu rund 40 Prozent autark. Das heißt, nur 40 Prozent Ihres Stroms kommen vom eigenen Dach, den Rest kaufen Sie weiter teuer beim Versorger. Der Grund ist einfach: Ihre Anlage produziert tagsüber, wenn oft niemand zu Hause ist. Abends, wenn Sie kochen, waschen und fernsehen, liefert sie nichts.
Mit einem Speicher steigt Ihre Autarkie auf bis zu 75 Prozent. Sie tanken den Sonnenstrom vom Tag einfach ein und nutzen ihn abends. Bei den heutigen Speicherpreisen rechnet sich das für die meisten Haushalte richtig gut.
Norddeutscher Wind gehört in jede Planung
Ein Punkt, der bei den meisten Onlinerechnern komplett unter den Tisch fällt, ist unser Wetter hier oben. Ich bin in Schleswig-Holstein zu Hause und weiß, was der Wind an der Küste mit einem Dach anstellen kann.
Deshalb plane ich jede Modulbelegung mit der professionellen Software PV Sol. Dort berücksichtige ich gezielt die hohen Windlasten in Norddeutschland. Für jedes Dach wähle ich dann die passende und wirklich notwendige Unterkonstruktion aus.
Das ist kein netter Zusatz, sondern die Grundlage dafür, dass Ihre Anlage auch den nächsten Herbststurm sicher übersteht. Eine Anlage, die für Süddeutschland ausgelegt ist, hat bei uns nichts verloren.

So läuft die Bestimmung Ihrer Anlagengröße konkret ab
Damit Sie ein Gefühl bekommen, fasse ich den Weg zur richtigen Größe einfach zusammen:
- Wir schauen gemeinsam auf Ihren Jahresstromverbrauch
- Ich rechne Ihren echten Tagesverbrauch aus
- Wir klären, ob Wärmepumpe, E-Auto oder andere Verbraucher dazukommen
- Ich prüfe Ihr Dach vor Ort und plane die Belegung mit PV Sol
- Wir bestimmen gemeinsam die sinnvolle Anlagen- und Speichergröße
Am Ende steht keine Zahl aus dem Internet, sondern eine Lösung, die zu Ihrem Haus, Ihrem Verbrauch und unserem Wetter passt.
Mein Rat an Sie
Lassen Sie sich von Faustformeln und Onlinerechnern nicht verunsichern. Die richtige PV-Anlagengröße ergibt sich nicht aus einer runden Zahl, sondern aus Ihren echten Zahlen und Ihrem Dach.
Mit über 10 Jahren Erfahrung und mehr als 500 zufriedenen Kunden hier in der Region weiß ich, worauf es ankommt. Wenn Sie wissen wollen, welche Größe wirklich zu Ihnen passt, dann reden wir am besten direkt darüber. Vor Ort, bei Ihnen zu Hause, ohne Callcenter und ohne Rätselraten.


